Über mich
Hi, ich bin Jürgen Michael Wabersich.
Ich habe eine Lehre in der Bank gemacht, ich berate Kunden bei der Finanzpartner Passau GmbH und ich mache noch ganz viel mehr.
Darum gibt es Wabersich Enterprise.
Da passt alles rein, das ist genau mein Humor. Es geht um Handwerk, es geht um Holz und Ton, ich mag es, wenn sich was dreht.
Ich erzähl’ gern die Geschichte, wie ich mit dem Holz angefangen hab …
Der Käfer hat angefangen, den Wald von meiner Mama aufzufressen. Nach 1000 Bäumen war er satt, der Harvester ist gekommen und hat alles umgeschnitten. Im Sägewerk wurden daraus Bretter, Stempen, Pfosten. Mein Sohn war im Krabbelalter, und die Nachbarn hatten einen Pool. Also hab’ ich 100 Meter Lattenzaun ums Grundstück gemacht. Ich habe angefangen zu hobeln, zu schneiden und in einer Bierruhe eine Latte nach der anderen an den Zaun zu schrauben. Fünf-Zentimeter-Latten im Abstand von fünf Zentimetern. Es hat mir Spaß gemacht!
Für meinen Sohn hab’ ich aus Holz ein Laufrad gebaut, das wirklich gefahren ist, mit einer Lenkung, die funktioniert hat. Ich glaub’, das war nicht CE-geprüft, aber es hat ihn lange getragen. Und ich finde, es war sehr formschön.
Mein Nachbar hat das mitgekriegt, er hat mir gezeigt, wie man drechselt und mir seine alte Drechselbank geliehen. Ich war davon so vereinnahmt, dass ich an 23 Tagen 20 Schälchen gedrechselt hab’. Alle aus einem anderen Holz. Weil ich rausfinden wollte, wie verhält sich Birke, Eiche, Apfel, Birne … Man hätte das auch alles nachlesen können, aber für mich war es viel schöner, jeden Tag so ein neues Trum zu erstellen.
Ein paar Schalen sind kaputt gegangen. Ich hab’ zu tief gedrechselt, man hat durchschauen können. Ich hab mir die an die Drechselbank gehängt als Erinnerung, dass ich da aufpassen muss. Bis ich gemerkt hab, das sieht gut aus, wenn da das Licht rötlich durchs Holz schimmert! Ich hab den Körper vergrößert, eine Fassung reinmontiert, und so sind die Lampenschirme entstanden.
Vasen aus Holz haben mich schon immer fasziniert. Es ist eine gewisse Schwierigkeit, Wasser in einem Holzbehältnis zu lassen, weil das dafür nicht gemacht ist. Ich hab’ versucht, Gurkengläser ins Holz zu bauen, aber das war ein bissl klobig. Dann habe ich Reagenzgläser entdeckt: Saubere Außenseite drechseln, Loch reinbohren, und schon hat man eine Vase. Ich mag das schon gern, wenn Sachen einfach sind.
Irgendwo habe ich einen Wichtl aus Holz gesehen. Aber da mords den Bart drankleben, das war alles nix für mich. Einmal habe ich ein Stück Holz in die Drechselbank so eingespannt, wie man es eigentlich nicht machen sollte - dann habe ich einen Wichtel aus einem Stück gedrechselt. Und aus dem, was übrig geblieben ist, hab’ ich ihm eine kleine Nase gemacht. Dann war der für mich fertig. Der braucht keine Haare und keinen Bart. Der eine hat mal eine rotere Mütze und der andere eine dunklere Nase, so sind die! Das macht’s auch aus, dass die so einfach sind.
Und dann gibt es noch Räucherstäbchenhalter, Feenhäuschen und ein erstes Teetablett, für eine wunderschöne Kanne und zwei Tassen, die ich mir bei Tee-Schwendtner gekauft hatte.
Aber das ist eine andere Geschichte. Meine Geschichte vom Ton.
Bei Charly und Uschi im Bayerischen Wald hab ich mal Töpfern ausprobiert, ich bin versunken und war zwei Stunden nicht mehr auf dieser Erde.
Ich hab gemerkt, das ist so ähnlich wie beim Drechseln, es hat mich genauso in den Bann gezogen. Es dreht sich was und ich kann mit meinen Händen etwas formen und entstehen lassen. Nicht nur einen Gedanken oder einen Zukunftsplan oder eine Berechnung, sondern ein Trum, das man in die Hand nehmen kann. Wo man eine Tasse Kaffe trinken kann. Oder Bananen in eine Schale reinlegen.
Zu Weihnachten habe ich mir selber eine Töpferscheibe geschenkt. Stundenlang bin ich vor dieser drehenden Scheibe gesessen und hab’ probiert, die ersten Tassen zu machen. Und weil ich gern selbstbestimmt bin, hab’ ich mir einen eigenen Ofen gekauft. Den kann ich voll machen, wann ich lustig bin, ich hab das gern selbst in der Hand. Das dauert 24 Stunden, bis du den wieder aufmachen darfst - ich find’ das schon ziemlich lang! Davor darf man nur einen Spalt öffnen, und ich hock dann vorm Ofen und schau mit der Taschenlampe, ob ich einen Blick ins Innere erhaschen kann. Ob das geht? Nein! Aber ich probier’s trotzdem immer wieder.
Zum Ofen hab’ ich mir ein paar Farben ausgesucht und drei Pinsel mitgenommen. Man könnte die Sachen auch tauchen, aber ich male die einfach an, wie ich meine. Und dann schau ich, was rauskommt. Manchmal weiß ich nicht, was rauskommt. Manchmal wunder’ ich mich, was rauskommt. Manchmal versuche ich zu reproduzieren, war rauskommt - und dann kommt was anderes raus. Das auch schön ist.
Und das Schönste ist: Leute schauen sich die Sachen an, ich hab den Eindruck, die haben so eine ähnliche Freude wie ich an den Teilen. Aber:
Jeder hat eine Freud’ an einem anderen Trum! Und das ist super.
Jetzt habe ich alle Genehmigungen beisammen, ich darf das jetzt alles anbieten, Holz, Ton, alles.
Willkommen auf wabersichenterprise.de!